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Viele
Betreiber von kleinen Holzvergasungsanlagen zeigen nämlich
großes Engagement bei der Weiterentwicklung und Betreuung
ihrer Anlage, welches unter Umständen durch einen Investor
rein zeitlich und/oder fachlich nicht zu leisten ist. Darüber
hinaus wird diese für einen Dauerbetrieb möglicherweise
nötige Eigenleistung häufig monetär nicht
oder wenigstens viel zu gering bewertet und ist daher auch
aus Kostengründen problematisch.
Bei der Einschätzung der wirtschaftlichen Konzeption
stellen die zu kalkulierenden Wartungs- und Instandsetzungskosten
einen wesentlichen Unsicherheitsfaktor dar, da man sie angesichts
der Komplexität der Anlage zwar als wichtigen Kostenpunkt
ansehen kann, die effektive Höhe mangels belastbarer
Daten aus Langzeituntersuchungen aber nur schwer zu beziffern
ist. Den Brennstoffkosten sollte ebenfalls hohe Aufmerksamkeit
geschenkt werden, da sie in der Regel die größte
Kostenposition darstellen. Schon in den vergangenen Jahren
kam es bei Holzhackschnitzeln zu deutlichen Preissteigerungen.
Bei Waldhackschnitzeln, dem in Holzvergasungsanlagen meist
eingesetzten Material, stiegen die Preise zwischen 2003
und 2009 jährlich um durchschnittlich fast 10 Prozent.
Auch in Zukunft wird der Biomassebrennstoffmarkt sich nicht
losgelöst vom konventionellen Brennstoffmarkt entwickeln
können. Mögliche Steigerungen der Brennstoffpreise
stehen aber einer konstanten EEG-Vergütung für
den produzierten Strom gegenüber. Damit ist nicht nur
unter Effizienz-Gesichtspunkten, sondern auch aus wirtschaftlichen
Gründen ein hohes Maß an Wärmenutzung beim
Betrieb einer Holzvergasungsanlage geboten. Doch beim Ziel,
durch den Wärmeverkauf wichtige Einnahmen zu schaffen,
müssen die bei der Verteilung von Wärme mit Nahwärmenetzen
auftretenden Wärmeverluste genau beachtet werden.
Schließlich soll darauf hingewiesen, dass insbesondere
der Sicherheit und den Emissionen einer Holzvergasungsanlage
schon vom Investor größtes Augenmerk geschenkt
werden sollte, zum einen um Schäden an Mensch und Umwelt
zu vermeiden, zum anderen aber auch, weil Mängel in
diesen Bereichen drastische Maßnahmen seitens der
Aufsichtsbehörden bis hin zur Stilllegung der Anlage
zur Folge haben können.
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